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Selbstgebautes Nachtsichtgerät |
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| Das optische Interface... |
![]() [03] Suchermodul (ohne Optik) |
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Bild 4 und 5 zeigt das geöffnete Suchermodul.
Es besteht hauptsächlich aus einer schnuckeligen 0,7 Zoll Miniaturbildröhre,
Hochspannungsquelle, Kleinkram und einigen Potis zur Abstimmung. Das
ganze ist auf erstaunlichen ca. 2,5 x 5 cm untergebracht.
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![]() [04] geöffnetes Suchermodul |
![]() [05] geöffnetes Suchermodul |
| Nachtrag Jul-2010 | |
![]() [a] Anschlussbelegung |
![]() [b] Anschlussbelegung |
| Nachdem ich unendlich viele
Anfragen bekommen habe, wie das Suchermodul anzuschliessen ist, gibt's
hier zwei Bilder von meinem Sucher. Ob
ein baugleicher Sucher die identische Belegung hat, kann ich allerdings
NICHT garantieren. Vorsicht mir der Hochspannung ! |
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Um ein Nachtsichtgerätt zu bauen muss die ganze
Apparatur später ja irgendwie vor dem Auge angebracht werden. Das
Gestell dafür wurde hierfür wie folgt hergestellt.
Ein 3 Zentimeter breiter und 15cm langer Platinenstreifen (Dicke der Epoxidplatine betrug 1mm) wurde vorsichtig auf den Radius meiner Stirn gebogen. Um das Suchermodul später vor das Auge klappen zu können, befestigte ich im letzten Drittel, auf der einen Seite, ein Scharnier. Das Scharnier wurde dabei nicht flach aufgelötet, sondern mittels 3 Schrauben so angepasst, dass das zu befestigende Suchermodul senkrecht vor dem Auge steht. Auf Bild 14 & 15 ist das schräg angebrachte Scharnier gut zu erkennen. Der Winkel hierfür wurde vor dem Spiegel ermittelt. |
![]() [06] Kopfband mit Schanier |
![]() [07] Kopfband mit Schanier |
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Zur Befestigung wurden die Schrauben erst durch
das Kopfband gesteckt und provisorisch im richtigen Winkel verschraubt
(eine ziemliche Frickelei) und dann verlötete. Die Muttern auf
der Rückseite wurden anschliessend entfernt und das ganze mit dem
PROXXON®™ bündig abgeschliffen.
Wie auf den Bildern 6 bis 8 zu erkennen ist, ist auf dem Schanier eine Halterung für das Suchermodulgestell aufgelötet. Es besteht aus dem halben Innenleben einer Lüsterklemme. Der Innensuchmesser dieser Lüsterklemme hat etwas über 4mm und somit passt der Messingstab des Modulgestelles ohne nennenswertem Spiel hindurch. Das Modul läßt sich dadurch später in 2 Ebenen vor dem Auge ausrichten. |
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Als weiteres wurde das Gehäuse für das
Suchermodul zusammengelötet.
Es besteht aus dem Blech einer Kaffeedose. Am oberen Ende wurde noch die besagte 4mm Messingstange angelötet, mit der das Modulgestell später mit der Lüsterklemme am Schanier des Kopfbandes verschraubt werden kann. |
![]() Bild [09] Halterung für Suchermodul |
![]() [10] Halterung mit Suchermodul |
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Weil ich, wie wohl fast jeder Mann, "Rundungen"
mehr mag als eckige Kanten, besogte ich mir diese Masse, die nach dem
Durchkneten aushärtet und dabei hart wie Metall wird.
Die Masse (Bild 11, mit M6 Mutter als Grössenvergleich), deren Kern eine andere Farbe hat als der äussere Bereich wird dabei solange geknetet, bis sich ein homogener Farbton ergibt. Man hat danach einige Minuten Zeit, die knetartige Masse auf die angeraute und fettfreie Oberfläche anzupassen (Einmalhandschuhe nicht vergessen und Fenster öffnen. Das Zeug scheint nach den Sicherheitshinweisen auf der Verpackung nicht gerade gesundheitsförderlich zu sein). |
![]() [11] 2-Komponentenmasse |
![]() [12] Schanier des Kopfbandes |
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Nach einer Stunde ist die Masse hart wie Stein und
kann bearbeitet werden.
Nun könnte man zwar sagen, dass das ganze Gebilde eh schon so wild aussieht, dass es diese Knete es auch nicht mehr rausreisst, Hauptsache ist aber, dass ich die Knete einmalmal ausprobieren wollte. Mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden: klebt wie Hölle, hart wie Stein aber dennoch gut schleifbar. |
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Damit das Ganze auf der Stirn keine blutigen Druckstellen
hinterlässt, wurde auf der Rückseite (der Stirn zugewandt)
ein Streifen Schaumstoff von einem alten Mousepad aufgeklebt. So lässt
sich das Kopfband angenehm tragen. Das alte und abgegriffene Mousepad
wurde dabei von der IT-Abteilung meines Arbeitgebers gesponsert.
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![]() [14] Kopfband (doppellagig) |
![]() [15] Kopfband (doppellagig) |
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Nächstes Problem: ein Auge muss her und zwar
ein elektronisches.
Die Bastelkiste brachte hierzu ein 380 Zeilen S/W Kameramodul zum Vorschein (das gab´s mal im Pack mit einem Video-Sende/Empfänger bei Pollin und entstammt der Anleitung her wohl einer Teddybärkamera, mittels welcher besorgte Eltern ihre Kleinen überwachen konnten). Die Kamera wurde in ein zurechtgeschnittenes Stück Punktrasterplatine gelötet. |
![]() [16] Kamera (Vorne) |
![]() [17] Kamera (Rückseite) |
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Da das Ganze ja im Dunkeln funktionieren sollt,
muss hierzu irgendwo Licht herkommen, denn bei der Kamera handelt es
sich nicht um einen Restlichtverstärker, sondern um eine gewöhnliche
CMOS Kamera.
Allerdings soll das ganze aber auch nicht leuchten wie ein Weihnachtsbaum, zumindest nicht im sichtbaren Bereich des Lichtes. Es mussten also Infrarotdioden her, um die Dunkelheit zu erleuchten. Die eingesetzten Dioden sind vom Typ SFH4550 und meines Wissens die stärksten, die bei Reichelt®™ zu haben sind. Laut Datenblatt laufen sie ungetaktet mit 1,5 Volt und 100mA. In meinem Aufbau laufen sie allerdings mit nur ca. 50mA pro Diode. Infrarot-LED, Type SFH4550 (Datenblattauszug):
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![]() [18] Kamera mit IR LEDs |
![]() [19] Kamera mit IR LEDs |
![]() [20b] Schaltplan des Nachtsichtgerätes |
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Da die ganze Elektronik mit 5 Volt läuft, habe
ich jeweils 3 Dioden in Reihe geschaltet (4,5 Volt) und das ganze dann
parallel über einen leistungsstarken Vorwiderstand an die Versorgungsspannung
geklemmt. Mehr Details entnehmt Ihr bitte dem Schaltplan (Bild 20b).
Die Dioden sind dabei nicht direkt auf die Platine gelötet, sondern über ein kleines Stück Klingeldraht verlängert. Das Sinn davon ist, die Dioden später im Betrieb optimal ausrichten zu können. Im Video ist dies nochmals genauer zu sehen. |
![]() [21] Netzteil am Gummiband |
![]() [22] Netzteil |
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Seitlich am Gummiband wurde noch ein kleines Netzteil
angebracht. Es ist eine simple Schaltung mit einem 7805 Linearregler.
Er regelt die 9 Volt vom Batteriepack (6 x 1.5 Volt Mignonzellen) auf
für die Kamera und Suchermodul verträgliche 5 Volt runter.
Der grüne Kühlkörper wurde einer alten, damals noch passiv gekühlten Graphikkarte entnommen. Alles zusammengefrickelt, sieht das dann aus wie auf den nachfolgenden Bildern. |
![]() [23] Aufgesetztes Nachtsichtgerät |
![]() [24] Nahaufnahme des Nachtsichtgerätes |
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Das Ganze funktioniert erstaunlich gut. Das einzig
negative ist der sehr enge Abstrahlwinkel der Infrarotdioden von 3°.
Eine Infrarot-LUXEON®™ mit
Optik wäre um einiges besser, allerdings scheint es so was derzeit
(Okt-08) nicht zu geben.
Nunja, ich betrachte es, wie viele meiner Projekte, als eine unterhaltsame Machbarkeitsstudie, nicht mehr. |
![]() [25] Nachtsichtgerät |
![]() [26] Nachtsichtgerät und USB-Grabber |
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Zu Guter Letzt, zeige ich euch wie das ganze Nachtsichtgerät
im Betrieb aussieht (aus der Sicht des Trägers, in absoluter Dunkelheit
aber ohne Tonaufzeichnung).
Das Videosignal des Nachtsichtgerätes wurde hierfür während des Betriebes mittels eines USB Videograbbers (siehe Bild 26) in den Rechner eingelesen. Nach dem Bearbeiten steht es nun als platformunabhängige FLV-Datei zur Verfügung. Erwartet keine Wunder, es soll euch nur zeigen, was selbst mit einfachsten Mitteln möglich ist. Viel Spass beim Basteln, Matthias, HB9EFY [ HB9EFY(at)yahoo.de ] |
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Bezugsquellen: Ebay: - Camcorder Reichelt Elektronik: - Hochleistungs-Infrarot-LEDs Pollin: - S/W Kameramodul - Epoxid Platinenmaterial Baumarkt: - 2 Komponenten Reparatur Knetmasse (Marke "günstig") - Scharnier - Farbe (auf Kunstharzbasis) - Rundmaterial Messing (4mm) |
Rechteinhaber: |
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Nützliche Links: My Youtube Channel: http://www.youtube.com/user/proofofcon |
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Sicherheitshinweis und Haftungsausschluss:
Ich übernehme keinerlei Haftung für
Schäden oder Folgenschäden, die beim Nachbau des oben beschriebenen
Projektes und/oder beim experimentieren mit einem Suchermodul und/oder
leistungsstarken Infrarotdioden entstehen könnten. |