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HIGH-VOLTAGE Borg-Adapter  

oder, wie schliesse ich einen Camcorder Sucher an?

(von Matthias Franz, HB9EFY)



English summary:
Optical interface made from a old camcorder viewfinder. The camcorder viewfinder was removed from a broken camcorder. Open viewfinder unit and analyze circuit to identify the power supply connection. In case the connections and polarity on the circuit board are not named refer to e.g. ground areas on the circuit board and to the polarity of electrolyte capacitors. Connect viewfinder circuit to power (use current limiting, start with 0 Volt up to when an image appears on the TV tube). I used a video signal from a DVD player and searched for the right pin by using the trial and error principle. The focus of the picture on the TV screen can be controlled by adjusting the supply voltage (in my case exactly 5 volt). I want to use this module as part of a remote control. In connection with a CMOS camera and an infrared laser (perhaps from a CD-ROM burner from your PC) it should also be possible to build a low cost night view vision.

BE CAREFULL a TV tube is powered with HIGH VOLTAGE. THIS HIGH VOLTAGE CAN BE DEADLY! No guarantee, no liability. You do this on your own risk. Try this only if you know what you're doing!




Ich bastle mir ein Borgadapter...  
Bild 1 und 2 zeigen das aus dem Camcorder ausgebauten Suchermodul. Wie baut man so ein Teil aus? Kennt Ihr diese Plastikgehäuse bei denen mindestens 45 Plastiknasen ineinander greifen? Zu aller erst schraubt man mal alle Alibischrauben auf. Danach steckt man völlig genervt alle seine Schraubendreher in das Gehäuse, da es nach dem öffnen der Schrauben natürlich nicht aufgeht. Sobald man aber 5 Nasen offen hat, springen schon die ersten am anderen Ende wieder zusammen. Am Schluss bleibt nur die grobmotorische Möglichkeit: man bricht das ganze Gehäuse mit Gewalt auf (wobei natürlich mindestens 25 der Plastiknasen abbrechen und nachher nix mehr richtig hebt).

Ausgebaut wurde das Teil aus einer defekten "Handycam Video 8 - Model-Nr. CCD-FX500E" von dem auf dem Bild ersichtlichen Hersteller. ACHTUNG: siehe Sicherheitshinweis !
[Bild01:]  Borg Adapter (Aussen 01)
Bild [01]

[Bild02:]  Borg Adapter (Aussen 02)
Bild [02]
Bild 3 und 4 zeigen das geöffnete Suchermodul. Schön zu sehen ist die schnuckelige Miniatur-TV-Röhre.

Sie ist mit einem Abschirmblech umgeben, welches die Kupferwicklungen zur Ablenkung verbirgt. Der kleine Würfel rechts scheint die Hochspannungsquelle zu sein, welche die Beschleunigungsspannung erzeugt. Ich habe die Platine aus dem Gehäuse genommen und auf der Unterseite die Massefläche gesucht. Mit dem Durchgangsprüfer habe ich ermittelt welcher Anschluss kontakt zur Massefläche hat.

Dasselbe habe ich mit dem Pluspol der großen blauen Eletrolytkondensatoren gemacht. Auf diese Weise habe ich herausgefunden, welche Pins des 7 poligen Anschlusskabels Plus und Minus sein sollten.

HIGH-VOLTAGE
ACHTUNG: eine solche Bildröhre wird wie oben erwähnt mit Hochspannung betrieben. Ich habe die Spannung nicht gemessen, aber es sind gewiss einige tausend Volt und die können, je nach dem, tödlich sein. Passt also auf, was ihr damit tut.

Bild 5 zeigt den kompletten Aufbau. Das gelbe und das weisse Kabel liefern die Versorgungsspannung (5 Volt). Nach dem Einschalten habe ich sie Spannung langsam erhöht, da ich zu Beginn nicht sicher war, für welche Spannung das Modul gebaut wurde. Ab ca. 4 Volt erscheint ein Bild, welches bei 5 Volt am schärfsten ist. Die Schärfe des Bildes kann man also über die Versorgungsspannung einstellen. Auf der Platine des Moduls sind allerdings auch noch einige Miniaturtrimmer (Bildgrösse, Bilddrehung etc.) vorhanden. Der rote Klemmstecker liefert das Videosignal, welches ich von meinem DVD-Player abgegriffen habe. Den richtigen Pin für das Videosignal habe ich durch Probieren ermittelt (war allerdings schon der erste Pin neben der Versorgungsspannung).

Spannung und Videosignal angelegt und schon läuft das Teil! Entgegen aller Vermutungen war das einzig dunkle Kabel an den nach aussen geführten Kabeln übrigens Plus und nicht Minus! Verlasst euch also nicht auf die gewohnte Annahme "dunkles Kabel = Minus" !
[Bild03:]  Borg Adapter (Innen 1)
Bild [03]


[Bild04:]  Borg Adapter (Innen 02)

Bild [04]
Bild 6 zeigt die Nahaufnahme des Moduls von vorne, allerdings ohne die Optik, die normalerweise noch davor sitzt (siehe Bild 1).

Für alle die jetzt rätseln, was auf dem Schirm zu sehen ist: es ist das Start-Menue einer "Dr. House"®™ DVD aus der ersten Staffel (gesponsert von meiner Partnerin *g*).

Ausblick:
Das Modul soll seitlich neben dem Ohr getragen werden und das Bild über zwei Prismen (oder Spiegel) in das Auge umgelenkt werden.

Verwenden möchte ich das Ganze um das Funk - Kamerabild was von einem Modell-Ketten-Fahrzeuges zurückgefunkt wird, anzuzeigen. Man soll damit beim Fernsteuern des Modells sehen, was die kamera auf dem Modell sieht.

Eine andere Anwendung wäre es direkt mit einer CMOS Kamera zu verbinden + Infrarotaufheller und somit ein sehr kleines und günstiges Nachtsichtgerät aufzubauen.


[Bild05:]  Borg Adapter (Aufbau 01)
Bild [05]
[Bild06:]  Borg Adapter (Nahaufnahme 01)
Bild [06]


Rechteinhaber:

Text und Bilder des "Borg-Adapter" - Projektes Copyright endorphino.de (Matthias Franz) 2006.

"Borg" ist die Bezeichnung einer fiktiven Lebensform aus Star Trek®™. Sie sind halb Mensch, halb Maschine. Weiter Infos siehe Wikipedia: "Borg".

Die Bezeichnungen: Star Trek®™, Sony®™, Dr. House®™ und Wikipedia®™ sind geschützte Firmennamen und/oder Warenzeichen.


Sicherheitshinweis und Haftungsausschluss:

  • Die Bildröhre eines Suchermoduls wird mit Hochspannung betrieben. Diese Hochspannung kann tödlich sein.

Ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden oder Folgenschäden, die beim Nachbau des oben beschriebenen Projektes und/oder beim experimentieren mit einem Suchermodul entstehen könnten.

Ein eventueller Nachbau geschieht darum ausdrücklich auf euer eigenes Risiko !






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